Die wahre Aufgabe von Sternschnuppen

Jedes Mal, wenn ich in den Nachthimmel schaue, wird mir bewusst, wie klein wir Menschen doch sind, wie unbedeutend. Dass wir eh nichts ändern können am großen Ganzen. Dass die Sonne jeden Tag aufs Neue auf-und untergeht. Dass das Wasser aus dem Meer verdunstet, herabregnet nur um sich in Flüssen zu sammeln, die wieder im Meer münden. Und wir können nichts daran ändern.

Jedes Mal, wenn ich in den Nachthimmel schaue, wird mir bewusst, wie magisch das Universum doch ist. Ist es nicht ein Wunder, dass sich die Erde jeden Tag um sich selbst dreht und wir nicht runterfallen? Dass ein Feuerball Leben erst möglich macht? Und dass ich dieselben Sterne sehen kann wie ein Mensch in Australien?

Jetzt schaue ich in den Nachthimmel und sehe eine Sternschnuppe. Ist es nun ein Staubkorn, das verglühend auf die Erde fällt, ohne dass ein Mensch es bewirkt hat oder es ändern könnte? Oder ist es ein unglaubliches Wunder, welches tatsächlich die Kraft hat, Wünsche zu erfüllen?
Ich entscheide mich für das Wunder. Doch der Moment ist vorbei und ich habe mir nichts gewünscht. Was hätte ich mir auch wünschen sollen? Welcher Wunsch wäre es wert gewesen, die Magie dieses Augenblicks zu verschwenden?

Das Universum zeigt uns wie unbedeutend wir eigentlich sind, während uns Sternschnuppen deutlich machen, was in unserem Leben bedeutend ist.

Sterne

Fesseln

Beschneite Haare

Deine Stille schreit mich an. Der schrille Ton. Des Klaviers. Die Gitarrensaite. Tod-
Ich renne vor dir weg und gleichzeitig in deine Arme. Schreie lachend.
Wenn ich dich sehe. Deine Nähe.
Mein Herz erblüht. Die Pflanzen. Fesseln mich.
Ich lache dich an. Deine Augen. Lachen mich aus. Ziehen mich aus. Knöpfen mich zu.
Nächte fließen. Über dein Gesicht. Morgensonne beschneit. Meine Haare.
Blut tropft. Rot. Aus deinen Adern. In meine.
Deine Lippen. An meinem Hals. Ich ziehe dich. An mich. Rache.
Deine Finger elektrisieren. Meine Haut. Schließen sich. Um meinen Hals.