Der höchste Preis

Der höchste Preis

Schwarz weiß. Vergeben oder verfluchen.
Meine Haut entsteht unter deinen Fingern neu. Eine Landkarte vergangener Zeiten, neuer Abendteuer.
Ich vergesse mich. In dir.
Ist das der Anfang von allem oder das Ende des Glücks?
Du bist die tiefste Narbe. Der höchste Preis.
Antwortest du mir oder höre ich nur das Echo meiner eigenen Wünsche?
Ich kann nicht mehr atmen. Meine Lungen füllen sich mit Angst.
Sie schütteln wieder ihre Köpfe.
Es ist eine Schande, dass dein gebrochenes Herz mir gehört.

Advertisements

Das Meer meiner Tränen

Das Meer meiner Tränen (2)

Wir segeln auf dem Meer meiner Tränen.
Die Zeit wurde von einer Windböe weggefegt.
Mir hat keiner gesagt, dass es einfach sein würde Kurs zu halten, aber es hat mich auch niemand gewarnt, wie schwierig sein würde. Zum Glück weißt wenigstens du, was bei Gegenwind zu tun ist. Du erzählst mir von schlimmeren Unwettern und ich bin froh, nicht alleine zu sein.
Dank dir ist das Meer nicht mehr so tief und beängstigend. Dank dir weiß ich, dass man das Land aus den Augen verlieren muss um neues zu entdecken. Dass ich hier richtig bin. Weil Schiffe nicht dafür gemacht sind, im Hafen zu bleiben.

Das Meer meiner Tränen (1)

Fesseln

Beschneite Haare

Deine Stille schreit mich an. Der schrille Ton. Des Klaviers. Die Gitarrensaite. Tod-
Ich renne vor dir weg und gleichzeitig in deine Arme. Schreie lachend.
Wenn ich dich sehe. Deine Nähe.
Mein Herz erblüht. Die Pflanzen. Fesseln mich.
Ich lache dich an. Deine Augen. Lachen mich aus. Ziehen mich aus. Knöpfen mich zu.
Nächte fließen. Über dein Gesicht. Morgensonne beschneit. Meine Haare.
Blut tropft. Rot. Aus deinen Adern. In meine.
Deine Lippen. An meinem Hals. Ich ziehe dich. An mich. Rache.
Deine Finger elektrisieren. Meine Haut. Schließen sich. Um meinen Hals.

Sobald das Glück ihr keine Angst mehr macht

Angst vor Glück

Das Herz voller Logik, den Kopf voller Gefühl, fragt sie sich immer noch, was sie verändern soll. Um der Liebe endlich würdig zu sein. Den Verbesserungsdrang im Blut pulsierend, weiß sie, dass sie sich eigentlich gar nicht verändern möchte, am wenigsten für jemand anderen. Wissend, dass Veränderung bedeutet, einen Teil von sich aufzugeben, fragt sie sich, was passiert, wenn sie dabei genau den Teil verliert, der sie ausmacht.
Die Sonnenstrahlen, die durch das Fenster fallen, erfrieren ihre Haut. Unter ihr die Lügen, über ihr der weite Himmel. Was, wenn das Glas nicht in Scherben zersprungen wäre?
Schlaflos, nicht traumlos. Vielleicht wird sie ja wirklich geliebt, aber liebt sich selbst nicht genug, um das einzusehen. Es wird Sinn ergeben. Sobald das Glück ihr keine Angst mehr macht.

Abzweigungen

Sie steht im Wald, umgeben von unzähligen Bäumen, die sie überragen. Dunkelheit droht sie zu ersticken, verschlingt ihren weiteren Weg.
Eigentlich kennt sie sich hier aus. Oder sollte sich zumindest auskennen.
Aber woher soll sie wissen, welche die richtige Abzweigung ist, wenn sie nicht weiß, wo es hingehen soll?
Woher soll sie wissen, wie weit sie gehen muss, wenn sie nicht weiß, wo das Ziel ist?
Woher soll sie wissen, welche Hindernisse real sind, wenn einige von ihren Ängsten erschaffen werden?

Abzweigung

Ohne eine Richtung zu kennen, rennen ihre Füße los. Sie schreit ihnen zu, sie sollen anhalten, doch sie gehorchen nicht.
Und dann stehst du da, am Wegrand. Und sie kann den Weg einfach nicht verlassen. Ihre Hand reicht nicht bis zu dir und du kannst sie nicht hören.
Nun sind da noch mehr Gesichter. Schneller und schneller gleiten sie an ihr vorbei. Geliebte Gesichter werden zu Fratzen, die sie nur panikerfüllt anstarren. Ein letztes Mal will sie in deine Augen schauen, aber ihre Füße rennen davon. Weiterhin ohne das Ziel zu kennen.