Der höchste Preis

Der höchste Preis

Schwarz weiß. Vergeben oder verfluchen.
Meine Haut entsteht unter deinen Fingern neu. Eine Landkarte vergangener Zeiten, neuer Abendteuer.
Ich vergesse mich. In dir.
Ist das der Anfang von allem oder das Ende des Glücks?
Du bist die tiefste Narbe. Der höchste Preis.
Antwortest du mir oder höre ich nur das Echo meiner eigenen Wünsche?
Ich kann nicht mehr atmen. Meine Lungen füllen sich mit Angst.
Sie schütteln wieder ihre Köpfe.
Es ist eine Schande, dass dein gebrochenes Herz mir gehört.

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Sobald das Glück ihr keine Angst mehr macht

Angst vor Glück

Das Herz voller Logik, den Kopf voller Gefühl, fragt sie sich immer noch, was sie verändern soll. Um der Liebe endlich würdig zu sein. Den Verbesserungsdrang im Blut pulsierend, weiß sie, dass sie sich eigentlich gar nicht verändern möchte, am wenigsten für jemand anderen. Wissend, dass Veränderung bedeutet, einen Teil von sich aufzugeben, fragt sie sich, was passiert, wenn sie dabei genau den Teil verliert, der sie ausmacht.
Die Sonnenstrahlen, die durch das Fenster fallen, erfrieren ihre Haut. Unter ihr die Lügen, über ihr der weite Himmel. Was, wenn das Glas nicht in Scherben zersprungen wäre?
Schlaflos, nicht traumlos. Vielleicht wird sie ja wirklich geliebt, aber liebt sich selbst nicht genug, um das einzusehen. Es wird Sinn ergeben. Sobald das Glück ihr keine Angst mehr macht.

Fensterplatz

Fensterplatz

Dieses eine Lied. Die Berge, das Wasser, das Fenster und ich. Eine Priese Aufrichtigkeit. Zu wem soll ich denn ehrlich sein, wenn nicht einmal zu mir selbst?
Regentropfen schlagen hart gegen die Scheibe des fahrenden Zuges.
Schließlich wusste ich schon lange, dass irgendwann dieser Zeitpunkt kommen würde. Dass du jemanden findest, jemanden, mit dem du am Liebsten all deine Zeit verbringen möchtest. Dass du dich ohne zu Zögern umdrehst und wahrscheinlich nicht mehr so schnell zurück kommst. Vielleicht hätte ich es verhindern können, wenn ich im richtigen Augenblick die richtigen Worte gefunden hätte. Wenn meine Unsicherheit mir nicht alle Türen zugehalten hätte. Aber ich bereue es nicht und bin mir sicher, dass es genauso kommen sollte. So ein besonderer Mensch wie du verdient einen noch viel besonderen Menschen an seiner Seite und du scheinst ihn gefunden zu haben. So ironisch das auch klingen mag, ich wünsche euch nur das Beste.
Der Regen prasselt auf meine Gedanken ein. „Heuchlerische Lügen“, schreien die Tropfen.
Alle sagen immer, Liebeskummer täte weh. Das stimmt nicht. Oder Liebeskummer ist bei mir die falsche Bezeichnung, denn in Liebeskummer steckt das Wort Liebe und Liebe beruht auf Gegenseitigkeit, nicht auf Einseitigkeit. Der Teil, den du in meinem Herzen eingenommen hast, ist immer noch da. Er ist nur irgendwie schwächer, gedämpft. Es ist so, als würde man sich an eine wunderschöne Zeit erinnern, die nun beendet ist. Wehmut und Sehnsucht. Die Frage ist nur, wie kann ich etwas vermissen, was niemals passiert ist? Etwas erneut wollen, was nie da war?
Ich verfolge mit meinem Blick, wie ein Regentropfen langsam die Scheibe herunterrinnt.
Wahrscheinlich ist einfach diese Illusion verschwunden, dass aus der 1.Person Singular noch die 1.Person Plural wird. Dieses viel zu große Hoffen, dass sich das Märchen in meinem Kopf in die Wirklichkeit verwandelt. Ja, ich war eine Idiotin, eine verträumte Idiotin. Aber auch eine glückliche Idiotin.
Erst rollt der Tropfen ganz langsam die Scheibe herunter.
Jetzt bin ich das nicht mehr, eine Idiotin vielleicht schon noch, aber nicht mehr ganz so glücklich. Aber auch nicht traurig. Ich habe wegen dir keine Träne vergossen und das ist auch gut so. Zwischen uns hat sich nichts geändert, nur in mir, und das spielt für dich keine Rolle.
Der Tropfen wird immer schneller. Gleich ist er am unteren Teil der Scheibe angekommen. Doch kurz vorher trifft er auf einen anderen Tropfen, sie vereinen sich und werden gemeinsam langsamer.
Und auch wenn die wunderschöne Illusion und ich jetzt getrennte Wege gehen, glaube nicht, dass eine Träumerin jemals aufhört zu träumen.

Übers Anfangen

Die ersten Schritte in Freiheit

Das erste Mal im Meer Schwimmen
Der erste Schultag
Das erste Mal Lippen auf Lippen
Der erste Blogeintrag
Es gibt für alles ein erstes Mal

Das erste Zugehen auf einen Fremden
Das erste Wort einer Entschuldigung
Das erste Mal Weggehen, ohne sich umzudrehen
Der erste Blogeintrag
Oft fällt Anfangen schwer

Der erste Satz in einer wichtigen Klausur
Das erste Wort eines Vortrages
Der erste Akkord bei einem Konzert
Der erste Blogeintrag
Nicht selten gehen Anfänge schief
Aber ich bin mir sicher, auch aus schlechten Anfängen kann noch etwas Großartiges werden. Wer nicht anfängt, hat auch nicht die Chance aufzuhören.