Der höchste Preis

Der höchste Preis

Schwarz weiß. Vergeben oder verfluchen.
Meine Haut entsteht unter deinen Fingern neu. Eine Landkarte vergangener Zeiten, neuer Abendteuer.
Ich vergesse mich. In dir.
Ist das der Anfang von allem oder das Ende des Glücks?
Du bist die tiefste Narbe. Der höchste Preis.
Antwortest du mir oder höre ich nur das Echo meiner eigenen Wünsche?
Ich kann nicht mehr atmen. Meine Lungen füllen sich mit Angst.
Sie schütteln wieder ihre Köpfe.
Es ist eine Schande, dass dein gebrochenes Herz mir gehört.

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Puzzle

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Augen zu. Unglaublich nah. Momente, die so perfekt sind, das sie keine Geigenmusik brauchen. Die Zukunft ist jetzt und wir können sie so rosig malen wie wir wollen.

Augen auf. Meine eigenen Lügen greifen mich an. Unzumutbar weit weg.
Wir verrennen uns in unseren Köpfen, ohne das Problem zu begreifen. Sehnen uns nach neuen Ideen und klammern uns gleichzeitig an die alten. Finden nicht die richtige Melodie in unseren Welten voller Lärm.

Augen zu. Unsicher liebend. Ungeliebt fühlend. Im Spiegelkabinett der Herzen.
Unvernünftig handelnd. Unwillig hingebend. Von den Düften des Glückes beeindruckt, von den unumgänglichen Zufällen betört. Leichtfüßig spazieren wir über die Wiese des Vertrauens.
Eine andere Zeit. Ein anderer Ort. Eines Tages. Vielleicht. Für immer?

Augen auf. Hier und jetzt. Unentschieden habe ich es beschlossen. Weil das Naheliegendste zerplatzt ist, das Erträumte zu hoch erschien und das Mögliche ungreifbar war. Weil allein schon unser Zusammentreffen zu wunderbar wirkte. Weil es nicht sein sollte oder wir es einfach nicht wollten.
Wir stehen uns gegenüber. Entblößt. In unsere Unwissenheit gekleidet.
Unmöglich. Unsagbar. Diese Worte. Meine Zunge ist bleischwer, doch meine Lippen bewegen sich.
Dein Blick erstarrt, dein Gesicht erfriert. Und zerbricht in tausend Teile. Dein Lächeln liegt zersplittert am Boden. Ich hebe eine Scherbe auf und spiegle mich in ihr.

Augen zu. Augen auf. Das Spiegelbild verschwimmt. Ganz alleine meine Aufgabe. Das Puzzle bleibt unlösbar. Nur jetzt oder für immer?

Sonnenaufgangs- melodie

Sonnenaufgangsmelodie(1) Sonnenaufgangsmelodie(5)

Das Wasser in deinen Augen. Der Sonnenaufgang in deinem Blick. Du strahlst mich an.
Die Uhr zeigt 5:37. Der Markusplatz ist leer. Endlich keine Touristen hier. Obwohl, eigentlich sind wir das ja selbst, Touristen. Aber anstatt zu versuchen das beste Erinnerungsfoto mit einer Taube auf dem Arm zu machen und albern mit Selfiesticks rumzuhantieren, setzen wir uns einfach auf den Boden und beobachten wie die Sonne langsam hinter dem Markusdom emporsteigt.

Sonnenaufgangsmelodie(3)

Die Melodie von Venedig erklingt in unseren Ohren, lässt unsere Herzen endlich wieder im gleichen Rhythmus schlagen. Ja, wir können über Vergangenes lachen, endlich haben wir es geschafft. Und wenn ich dich nicht verstehen kann, ist mir das egal, ich habe dich wieder lachen gesehen, wenn auch nur dieses eine Mal.

Sonnenaufgangsmelodie(2)

Irgendwann stehst du auf. Willst zum Canale Grande sagst du. Den Stadtplan hältst du falsch herum. Ich sage nichts. Beim gemeinsamen Verlaufen haben wir bisher doch die Schönsten Orte gefunden.

Sonnenaufgangsmelodie(4)

Flügel

Magnolien

F
Warum nicht einfach mal die Augen schließen und den Duft der Blumen riechen?
R
Warum nicht einfach mal den Weg weitergehen ohne zu zweifeln, ob es der richtige ist?
E
Was wäre wenn wir das Glück mit offenen Armen empfangen, anstatt danach zu suchen?
I
Hand in Hand. Blicke verschränkt. Nach viel zu langer Zeit.

Möwe

H
Warum nicht einfach mal seine Flügel ausbreiten und merken, dass der Wind einen trägt?
E
Warum nicht einfach mal nur den blauen Streifen am Himmel sehen und die Wolken ignorieren?
I
Was wäre, wenn wir uns in die Augen sehen ohne Angst vor der Wahrheit zu haben?
T
Keine Fragen mehr.  Kein „Was wäre wenn“.  Nur die Träume in unserem Herzen und die Freiheit in unseren Adern.

Muster

Muster1

Vorwurfsvoll sagt er ihr, dass sie sich verändert hätte. „Zum Glück“, sagt sie.
Ihr war egal, wo sie war, Hauptsache dabei. Egal, wie sie war, Hauptsache beliebt. Freiwillig trug sie eine falsche Uniform. Um jeden Preis ins Muster passen.
Jetzt tanzt sie immer noch, aber nicht auf Partys, auf denen sie ist, um dazu zu gehören, sondern aus der Reihe. Sie lacht immer noch, aber nicht mit Leuten, deren Mund erst lächelt und dann lästert. Sie redet immer noch, aber nicht über Dinge, die sie gar nicht interessieren.
Sie läuft nicht mehr mit, sondern davon.
Und wenn wegen ihr die ganze Konstruktion zusammenbricht, ist sie stolz darauf. Wenn die Fassade einstürzt, die Fassade der fröhlichen Gesichter von traurigen Mädchen. Sie wollte nicht mehr glücklich aussehen, sie wollte glücklich sein. Über den Wolken zu schweben ist gar nicht so schwer. Und welcher freigelassene Vogel fliegt schon zurück in seinen Käfig?
Schwarz-weiß in einer Welt voller Farbe. Weniger bunt, weniger glamourös, dafür mit mehr Kontrasten, echter. Sie bestimmt das Muster. Und manchmal ist sie gerne gepunktet in einer Welt voller Streifen.

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Sobald das Glück ihr keine Angst mehr macht

Angst vor Glück

Das Herz voller Logik, den Kopf voller Gefühl, fragt sie sich immer noch, was sie verändern soll. Um der Liebe endlich würdig zu sein. Den Verbesserungsdrang im Blut pulsierend, weiß sie, dass sie sich eigentlich gar nicht verändern möchte, am wenigsten für jemand anderen. Wissend, dass Veränderung bedeutet, einen Teil von sich aufzugeben, fragt sie sich, was passiert, wenn sie dabei genau den Teil verliert, der sie ausmacht.
Die Sonnenstrahlen, die durch das Fenster fallen, erfrieren ihre Haut. Unter ihr die Lügen, über ihr der weite Himmel. Was, wenn das Glas nicht in Scherben zersprungen wäre?
Schlaflos, nicht traumlos. Vielleicht wird sie ja wirklich geliebt, aber liebt sich selbst nicht genug, um das einzusehen. Es wird Sinn ergeben. Sobald das Glück ihr keine Angst mehr macht.

Vielleicht

Vielleicht

Vielleicht werden wir eines Tages erzählen, anstatt zu berichten
Sehen, anstatt zu schauen
Lachen, anstatt zu lächeln
Lieben, anstatt zu mögen
Leben, anstatt zu überleben
Nachdenken, anstatt zu überdenken
Verstehen, anstatt zu lernen
Rennen, anstatt zu laufen
Schreien, anstatt zu rufen
Abschließen, anstatt aufzugeben
Schweigen, anstatt die Stille zu ertragen
Und ganz vielleicht werden wir das sogar gemeinsam