Flügel

Magnolien

F
Warum nicht einfach mal die Augen schließen und den Duft der Blumen riechen?
R
Warum nicht einfach mal den Weg weitergehen ohne zu zweifeln, ob es der richtige ist?
E
Was wäre wenn wir das Glück mit offenen Armen empfangen, anstatt danach zu suchen?
I
Hand in Hand. Blicke verschränkt. Nach viel zu langer Zeit.

Möwe

H
Warum nicht einfach mal seine Flügel ausbreiten und merken, dass der Wind einen trägt?
E
Warum nicht einfach mal nur den blauen Streifen am Himmel sehen und die Wolken ignorieren?
I
Was wäre, wenn wir uns in die Augen sehen ohne Angst vor der Wahrheit zu haben?
T
Keine Fragen mehr.  Kein „Was wäre wenn“.  Nur die Träume in unserem Herzen und die Freiheit in unseren Adern.

Abzweigungen

Sie steht im Wald, umgeben von unzähligen Bäumen, die sie überragen. Dunkelheit droht sie zu ersticken, verschlingt ihren weiteren Weg.
Eigentlich kennt sie sich hier aus. Oder sollte sich zumindest auskennen.
Aber woher soll sie wissen, welche die richtige Abzweigung ist, wenn sie nicht weiß, wo es hingehen soll?
Woher soll sie wissen, wie weit sie gehen muss, wenn sie nicht weiß, wo das Ziel ist?
Woher soll sie wissen, welche Hindernisse real sind, wenn einige von ihren Ängsten erschaffen werden?

Abzweigung

Ohne eine Richtung zu kennen, rennen ihre Füße los. Sie schreit ihnen zu, sie sollen anhalten, doch sie gehorchen nicht.
Und dann stehst du da, am Wegrand. Und sie kann den Weg einfach nicht verlassen. Ihre Hand reicht nicht bis zu dir und du kannst sie nicht hören.
Nun sind da noch mehr Gesichter. Schneller und schneller gleiten sie an ihr vorbei. Geliebte Gesichter werden zu Fratzen, die sie nur panikerfüllt anstarren. Ein letztes Mal will sie in deine Augen schauen, aber ihre Füße rennen davon. Weiterhin ohne das Ziel zu kennen.