Der höchste Preis

Der höchste Preis

Schwarz weiß. Vergeben oder verfluchen.
Meine Haut entsteht unter deinen Fingern neu. Eine Landkarte vergangener Zeiten, neuer Abendteuer.
Ich vergesse mich. In dir.
Ist das der Anfang von allem oder das Ende des Glücks?
Du bist die tiefste Narbe. Der höchste Preis.
Antwortest du mir oder höre ich nur das Echo meiner eigenen Wünsche?
Ich kann nicht mehr atmen. Meine Lungen füllen sich mit Angst.
Sie schütteln wieder ihre Köpfe.
Es ist eine Schande, dass dein gebrochenes Herz mir gehört.

Die wahre Aufgabe von Sternschnuppen

Jedes Mal, wenn ich in den Nachthimmel schaue, wird mir bewusst, wie klein wir Menschen doch sind, wie unbedeutend. Dass wir eh nichts ändern können am großen Ganzen. Dass die Sonne jeden Tag aufs Neue auf-und untergeht. Dass das Wasser aus dem Meer verdunstet, herabregnet nur um sich in Flüssen zu sammeln, die wieder im Meer münden. Und wir können nichts daran ändern.

Jedes Mal, wenn ich in den Nachthimmel schaue, wird mir bewusst, wie magisch das Universum doch ist. Ist es nicht ein Wunder, dass sich die Erde jeden Tag um sich selbst dreht und wir nicht runterfallen? Dass ein Feuerball Leben erst möglich macht? Und dass ich dieselben Sterne sehen kann wie ein Mensch in Australien?

Jetzt schaue ich in den Nachthimmel und sehe eine Sternschnuppe. Ist es nun ein Staubkorn, das verglühend auf die Erde fällt, ohne dass ein Mensch es bewirkt hat oder es ändern könnte? Oder ist es ein unglaubliches Wunder, welches tatsächlich die Kraft hat, Wünsche zu erfüllen?
Ich entscheide mich für das Wunder. Doch der Moment ist vorbei und ich habe mir nichts gewünscht. Was hätte ich mir auch wünschen sollen? Welcher Wunsch wäre es wert gewesen, die Magie dieses Augenblicks zu verschwenden?

Das Universum zeigt uns wie unbedeutend wir eigentlich sind, während uns Sternschnuppen deutlich machen, was in unserem Leben bedeutend ist.

Sterne

Traumliste

Heute vor genau einem Jahr habe ich mir eine Liste geschrieben mit all den Dingen, die ich in meinem Leben machen oder erreichen möchte. Erst war es ein DinA5 Blatt mit viel Platz zwischen den Zeilen. Dieser Platz wurde schnell ausgefüllt, bis schließlich auch die Rückseite des Blattes eng beschrieben war. In dem einen Jahr, in dem ich diese Liste jetzt schon habe, auf einem Stück Papier und mindestens genauso deutlich in meinem Herzen, konnte ich genau 3 Punkte abhaken. Sternschnuppen sehen, in ein Musical am Broadway gehen und (ja tatsächlich) einen Blog schreiben.
3 erfüllte Wünsche gegen zig unerfüllte, eigentlich ist das nichts.
Aber es ist wichtig, seine jetzigen Träume festzuhalten für eine Zeit, in der Träumen nicht vorstellbar ist, auch wenn diese Zeit jetzt nicht vorstellbar ist. Was darf man überhaupt noch, wenn man nicht einmal mehr träumen darf?

Spiegelung

Wenn ein Mensch aufhört zu träumen, hört er auf zu existieren. Er ist nur noch ein Spiegelbild seiner selbst. Seine Lebendigkeit ist längst verschwunden. Und ich will nicht bloß ein Spiegelbild sein, ich will leben.